Seetag 11

Wir motoren durch eine diesige Suppe. Die Sonne hat es bis mittags nicht geschafft durchzudringen. Der Wind ist weg und wir liegen fest in dem subtropischen Hoch, dass uns die naechsten Tage gefangen halten wird. Das Tagesetmal war nur durch 12 Stunden motoren zu erreichen. Immerhin hatten wir gestern noch Wind bis in die Nacht, also 10 Stunden laenger als vorhergesagt. Das war gut so, denn jede Meile zaehlt.

Wir sehen jede Menge Galeeren. Ja, Galeeren und zwar „Portugiesische Galeeren“. Es ist eine Quallenart, die an der Wasseroberflaeche treibt und sich durch ein „Segel“ und den Wind fortbewegt. Wir wissen nur wie sie heissen und dass sie giftig sind. Wer schickt uns dazu Informationen?

Noch 739 Seemeilen bis Horta.

Eure Kommentare:
@ „Kallistos“ – Petra & Herbert: Ja, wir ueben uns nun in Langsamkeit. Nach 3 Jahren in der Karibik haben wir ja schon Vorkenntnisse…;-) Es liegt uns aber nicht wirklich. Wenn uns eine Schildkroete ueberholt, werden wir berichten…
@ „Libertina II“ – Christiane & Wolfgang: Zuviel Wind? Kein Problem. 10-15 Knoten koennen wir Euch locker abnehmen. Lieber klotzen, nicht kleckern. Euch eine gute und sichere Fahrt auf dem Weg nach Osten!
@ Marita: Wenn der ADAC Hubschrauber mit dem Diesel kommt, soll er das Aufnahmeformular mitbringen. Wir treten dann ein… Wenn Du das hinbekommst, bis Du gut!!

Tagesetmal: 113 Sm
Position um 1500UTC 39Grad49,5’N – 044Grad27,2’W

Seetag 10

Wie auf dem Foto zu sehen, hatten wir gestern einen wunderschoenen Segeltag mit Spitzengeschwindigkeiten von ueber 8 kn. Herrlich!
Aber bereits waehrend der Nacht geht der Wind deutlich runter, Baum und Segel schlagen und wir machen nur noch den halben Speed.
Unser Meteorologe in Kiel hat uns nun definitiv schriftlich mitgeteilt was hier abgeht: „entlang unserer direkten Route ist der Wind in den kommenden Tagen gromig sehr schwach, da sich hier das Subtropenhoch hereinschiebt und annernd ortsfest liegen bleibt. Erst ab Donnerstag frischt der Wind allmlich wieder auf, wenn sich das Hoch langsam wieder weiter nach Osten verlagert.
Eine sinnvolle Mlichkeit dem Gebiet mit schwachem Wind noch auszuweichen, gibt es leider nicht“.

Wir sind frustriert, zumal der konstante segelbare Wind erst Samstag / Sonntag dieses Gebiet erreichen wird. Es sind noch 720 Seemeilen bis zur naechstgelegenen Azoreninsel Flores, unser Dieselbestand reicht noch fuer ca. 600 sm. Kann mal bitte jemand den ADAC vorbeischicken?

Tagesetmal: 130 sm
Position um 1500UTC 39Grad49’N – 046Grad52’W

Seetag 9

9 Stunden Duempeln in der Flaute liegen hinter uns. 9 Stunden Ruhe, kein Gurgeln, kein Rauschen, kein Knallen. Dafuer viel Sonne und Hitze. Die Situation erfordert Flexibilitaet, was soviel heisst wie “ wenn schon nicht segeln, dann wenigstens baden“. Unter uns ca. 5500 m Wasser!
Gestern Nachmittag kam dann endlich wieder Wind auf und seitdem segeln wir entspannt mit durchschnittlich 5,5 kn Richtung Azoren.

Heute Mittag ist Bergfest. Der halbe Weg bis Horta ist geschafft.

Tagesetmal 123 sm
Position um 1500UTC 40Grad03,6’N – 049Grad36,9’W

Seetag 8

„Der Weg ist das Ziel“! Nicht immer; unser Ziel ist zur Zeit definitiv Horta.
Viel Wind war gestern nicht, aber reichlich Stroemung. So sind wir bis zum Abend mit ausreichend Speed unserem Ziel naeher gekommen. Abends schlief der Wind ein und die ganze Nacht musste der Motor laufen. Schon wieder, das hatten wir doch bereits zur Genuege. Heute Vormittag ist der Hoehepunkt erreicht. Absolute Flaute, die spiegelglatte See scheint mit einer riesigen Folie bespannt. Dennoch machen wir schon morgens um 7 Uhr den Motor aus. Wir muessen mit dem Diesel haushalten, denn die Wettervorhersage sagt uns zwar von Samstag Abend bis Dienstag genug Segelwind voraus aber danach…. ein grosses Flautengebiet. Ohje, das hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt.
Nun duempeln wir in der Hitze, Sonnensegel statt Genua „gesetzt“ und haben aber das Glueck, dass uns die Stroemung mit gut 2 kn in die richtige Richtung schiebt. Noch 1080 sm bis Horta.

Tagesetmal: 114 sm
Position um 1500UTC 39Grad23,8’N – 051Grad47,3’W

Seetag 7

Von 42 auf 6 Knoten Wind. Auf Starkwind folgt Schwachwind. Bis gestern Abend ging der Wind dann runter bis zur Flaute. Also Motor an und durch die Nacht gefahren mit dem „lieblichen“ Geraeusch des Mercedes Benz. Heute Morgen kam dann wieder eine leichte Brise und wir koennen mit der Genua und achterlichem Wind muede 4 Knoten mit Stromunterstuetzung fahren. Ist zwar zu langsam, aber besser als motoren. Bei solchen Bedingungen kann man allerdings auch mal andere Fotos machen… 😉 Noch ca. 1180 Seemeilen bis Horta.

Tagesetmal (23 Stunden) 102 sm
Position um 1500UTC 38Grad29,6’N – 053Grad52,1’W

Seetag 6

Inwischen haben wir 3 m hohe Wellen und Wind, in Boen bis 42 kn. Kaffeefahrt ist vorbei denn dazu kommen noch unregelmaessige und unberechenbare Wellen die laut an Steuerbord knallen und FantaSea jedesmal eine ordentlichen Ruck geben. Festhalten ist angesagt! Das Cockpit ist heute leider nicht zu benutzen, es sei denn man hat ne Vorliebe fuer Salzwasserduschen. Wir fahren nur mit der gerefften Genua, so ist die Kraengung akzeptabel und Eddi kann uns super auf Kurs halten (waehrend wir warm und trocken die gepolsterten Plaetze im Schiff bevorzugen, damit sich die blauen Flecken in Grenzen halten).

Tagesetmal: 142 sm
Position um 1600UTC 38Grad11,6’N – 055Grad55,8’W

Seetag 5

Seit gestern Morgen laeuft es Bestens. Wir haben wunderbaren Segelwind und befinden uns gerade im Geschwindigkeitsrausch. Seit heute Nacht rasen wir, in den Spitzen mit ueber 8 kn, gen Osten. Die Wellen sind immer noch moderat, hoffen wir mal, dass alles so bleibt. Die Stimmung an Bord ist super :=)
Noch 1420 Seemeilen bis Horta.

Tagesetmal: 143 sm (geht doch !)
Position um 1600UTC 38Grad03,2’N – 058Grad55’W

Seetag 4

Gestern Nachmittag haette nicht viel gefehlt…und wir waeren zurueck getrieben worden :=) Unter Motor waren wir nur mit gut 2 Knoten Geschwindigkeit unterwegs (Gegenstroemung). Irgendwann kam ein wenig Wind und wir probierten es mit Segeln und einer leichten Kursaenderung denn viel langsamer war ja nicht moeglich – dachten wir. Als wir dann aber nur noch mit 0,9 Knoten ueber Grund voran kamen, war der Probelauf vorbei. Schluss, aus, Segel einpacken und Motor wieder an, denn schliesslich wollen wir ja auch mal ankommen.
Aber es ist schon eine harte Phase. Da verballern wir den Diesel und machen dennoch wenig Strecke.
Inzwischen haben wir den 38. Breitengrad erreicht, und wie „Wetterwelt“ in Kiel es vorhergesagt hat, ist hier der Wind und die Stroemung mit uns. Nach 42 Stunden koennen wir endlich den Motor abstellen und mit 6-7 kn Geschwindigkeit direkten Kurs zu den Azoren anlegen. Geht doch ;=)

Tagesetmal: 95 sm
Position um 1600UTC 38Grad06,3’N – 061Grad55,5’W

Seetag 3

Seit Sonntag Nachmittag hat uns der Wind verlassen und der Mercedes Benz macht seinen Job. Das wird auch noch einen Tag so bleiben. Dazu kommt eine Gegenstroemung mit bis zu 2 Knoten, die uns nur langsam vorankommen laesst. Der Himmel ist wolkenlos und die Sonne konserviert unsere tiefbraune Haut. Mal sehen, wie lange wir noch so brutzeln, denn je weiter wir nach Norden fahren, umso kuehler wird es nachts bereits. Gegen Langeweile versuchen wir es mit Lesen, Filme ansehen, Essen, Siesta machen und Emails schreiben/lesen. Mit Nachrichten aller Art werden wir hier verschont, sodass wir uns auch nicht darueber aufregen muessen 😉 Noch ca. 1650 sm bis Horta.

Tagesetmal 80 sm
Position um 1600UTC 36Grad51’N – 062Grad32,9W

Seetag 2

Wir segeln, genau seit 31 Stunden. Und die Bedingungen sind gut, raumer Wind und niedrige Wellen. O.k., da ist ein wenig Gegenstroemung und zu viel Sonne im Cockpit, aber wir sind zufrieden, denn noch kommen wir ohne Motorunterstuetzung voran. Leider wird das nicht so bleiben, denn wir werden bald ein Flautengebiet erreichen.
1 bis 2 Tanker sehen wir taeglich, ansonsten passiert hier nichts. Ist aber auch gut so und soll so bleiben!!

Tagesetmal: 122 sm
Position 1600UTC 35Grad47,6’N – 063Grad20,9’W