Bermudas

Einen Tag sind wir auf den Inseln mit dem Roller unterwegs gewesen. Wir haben exklusive Wohngegenden gesehen, viele Golfplätze, und immer wieder faszinierende Farbschattierungen im Wasser. Überall Gärten, Palmen, bunte Sträucher und gepflegte Häuser. Ein Kontrast zu den uns bekannten Karibik Inseln, denn hier erscheint uns alles wie ein riesiges Sterne Ressort.Das Camp des America`s Cup war gestern geschlossen, es fand auch keine Segelregatta statt. Ruhetag!. Egal, wir haben ein paar Rennkatamarane aus der Ferne bewundert und die Stars der Teams auf riesigen Plakaten. Tolle Männer 😉.

Unsere Tanks sind wieder gut gefüllt denn morgen Nachmittag wollen wir zu den Azoren aufbrechen. 2000 sm to go.

Americas Cup

Bermuda ist diese Tage DAS Segelmekka der Welt. Der Americas Cup ist die Formel 1 des Segelsports. Hochentwickelte Rennkatamarane liefern sich spektakuläre Rennen auf einem Regattakurs vor Hamilton, Bermuda. Die ganze Insel scheint nur von Seglern und Segelfans bevölkert zu sein. In Hamilton steht alles ganz im Zeichen des Americas Cup und in den Geschäften werden jede Menge Fanartikel (zu horrenden Preisen) angeboten. Wir haben diese Atmosphäre gestern in Hamilton aufgesogen. Wenn man sich die Rennkatamarane ansieht, sehen wir noch Entwicklungspotential und wir empfehlen, sich einige Merkmale von FantaSea zu kopieren:
– Die Größe des Vorsegels kann ausgebaut werden
– Die Ruder- und Kielkonstruktion von FantaSea verhindert ein Überschlagen während der Fahrt
– Gewichtsreduzierung durch eine Einhandtauglichkeit. 1 Mann Besatzung wiegt weniger als 6.
– Einbau einer Pantry und Schlafplätze. Dadurch kann man auch längere Rennen fahren…😉

Aber uns fragt ja keiner….

Bermuda

Der letzte Tag war noch mal versoehnlich. Bei durchschnittlich 17 kn Wind und wenig Wellen sind wir mit 5 kn zu den Bermudas gesegelt. Aber, alles in allem war es ein Sch… Toern. 4 Tage Flaute und dananch zuviel Wind, Boen und zu hohe Wellen. Letzendlich waren nur 2 Tage gutes Segelwetter. Und das dicke Ende kommt noch. Wir erreichen St. Georges naemlich mitten in der Nacht. Der Funkkontakt mit den Offiziellen laesst uns keinen Spielraum. Man erwartet uns gegen 3 Uhr nachts am Steg um die Formalitaten zu erledigen. Das Fahrwasser ist gut betont, aber einige „Wegweiser“ leider nicht beleuchtet. Wir fahren also sehr langsam bei bis zu 22 kn Wind durch das Fahrwasser zum Zoll /Immigration. Immerhin ist es hier geschuetzt und der Steg grell beleuchtet Um 3.30 Uhr gelingt es uns im 2. Anlauf FantaSea sicher fest zu machen (Hilfe bekommen wir leider nicht). Nach dem Prozedere mit den Offiziellen muessen wir uns noch einen Ankerplatz suchen. Mit Stirnlampe ausgeruestet stehe ich vorne am Bug um auch hier die unbeleuchteten Bojen rechtzeitig zu erkennen. So tasten wir uns langsam durch das Ankerfeld und koennen um 4.30 Uhr endlich den Anker werfen. Welcome to Bermuda.
Vielen Dank fuer eure aufmunternden Kommentare.
Tagesetmal 67 sm
Gesamtdistanz: 1015 sm

Seetag 8

Ein Starkwindgebiet zog gestern Nachmittag noerdlich an uns vorbei, wobei es uns auch noch erwischt hat. Zum Glueck nur 2 Stunden lang Wind bis 42 kn und ein gefuehlter Endlossurf auf den 4 Meter hohen Wellen mit heftigen Regenschauern.
Heute ist das Tief endgueltig durchgezogen. Nach 2 Tagen scheint wieder die Sonne und die See hat sich beruhigt.
Noch 60 sm bis St. Georges, Bermuda. Bei Tageslicht wird das nicht zu schaffen sein, also muessen wir die enge Hafeneinfahrt in der Nacht durchfahren und uns zum Ankerplatz vortasten. Tagesetmal 127 sm
Position um 1700 UTC 32Grad04,9’N – 065Grad42,3W

Seetag 7

Es geht nach wie vor gut voran. Nachts wird gerefft, dadurch verlieren wir Fahrt, aber Sicherheit geht vor. Die große Hitze ist auch vorbei. Gestern war es sogar grau in grau mit einem heftigen Schauer zwischendurch.
Bei einer geografischen Hoehe von 31 Grad Nord sind die Tage zu dieser Jahreszeit wieder laenger als 12 Stunden, was wir ja ueber Monate von Grenada, Kolumbien und Panama gewoehnt waren. Dennoch werden wir die Bermudas am Donnerstag nicht bei Tageslicht erreichen, weshalb wir nun auf den Vollmond setzen. Hoffentlich laesst er sich blicken…
Heute, Mittwoch, geht es ziemlich ruppig ab. Wind bis 33 kn, 4 Meter hohe Wellen, 6-7 kn Speed, im Surf bis 9 kn. Tagesetmal: 125 sm
Position um 1700UTC 31Grad41,2’N – 068Grad07,25’W

Seetag 6

Die gemuetliche Kaffeefahrt ist vorbei. Ohne sich festzuhalten kann man nichts mehr machen. Bis 2,5 Meter Wellen kommen von schraeg achtern bei um die 20 Knoten Wind. Dafuer machen wir eine schnelle Fahrt. Unser Steuermann „Eddi“ macht einen ordentlichen Job. Er beklagt sich nicht, macht keinen Laerm und will nichts zu essen oder trinken. Um 1700UTC sind es noch 301 sm bis St. George’s auf Bermuda.
Die Crew ist gesund, aber etwas muede. Bei diesen Schiffsbewegungen ist an Schlafen nicht zu denken… Tagesetmal: 136 sm
Position um 1700UTC: 31Grad07,1’N – 070Grad22,9’W

Seetag 5

Wir segeln. Nach 4 Tagen hat sich leichter Wind eingestellt und so fahren wir angenehm bei niedriger Welle Richtung Bermuda. Der Mercedes Benz hat den Dauerlauftest klaglos bestanden. 84 Stunden, fast ohne Unterbrechung bei 1500 U/Min hat er uns durch das Flautengebiet geschoben. Im Vergleich zu so mancher Nacht auf See, konnten wir letzte Nacht sehr gut schlafen. Wenig Bewegung im Schiff, nur das Plaetschern der Wellen….herrlich! Hier draussen ist wenig Schiffsverkehr. Gestern Abend kreuzte die „OLGA MAERSK“ (Foto) unseren Bug in „nur“ 0,7 sm Entfernung. Bei den Dimensionen eines Ozeans ist das fast schon eine Kollision 😉 Tagesetmal: 112 sm
Position um 1700UTC 30Grad50,3’N – 072Grad56,23’W

Seetag 4

Immer noch kein Wind UND Gegenstroemung. Nur noch 3 kn Speed – unter Motor, was sonst 😦 Noch 540 sm. Diese Reise kann dauern….
VERDAMMTNOCHMALWIRWOLLENSEGELN!

Sonst ist alles fit und munter an Bord…

Tagesetmal: 77 sm (Minusrekord)
Position um 1700 UTC 30Grad44,3’N – 075Grad02,9’W

Seetag 3

Spiegelglatte See…. Was das bedeutet, kann man sich denken. Kein Wind, gar nichts, nada! Gestern Abend gab es noch mal fuer 4 Stunden ne Brise. Aber seit 22 Uhr motoren wir wieder. Dann haben wir noch ne Gegenstroemung und kommen langsam voran. Knapp 3-4 Knoten pro Stunde, das sind ca. 7 km/Std. Koennten wir uebers Wasser gehen, waeren wir auch nicht viel schneller.
Das allereinzig Gute ist, wir koennen uns an Bord entspannt bewegen, kein Festhalten, kein Ausgleichen, keine Anstrengung. Dafuer Kaffee trinken, unter Deck vor den Ventilatoren luemmeln, im Ozean baden, sich in Geduld ueben und auf Wind hoffen. Laut Wettervorhersage soll er Sonnatg Abend einsetzen. Tagesetmal: 94 sm
Position um 1700 UTC 30Grad57’N – 076Grad27’W

Seetag 2

Alles wie gehabt: kein Wind, keine Wellen, sehr heiss, nachts Gewitter und wir „verbraten“ Diesel. Nur die Geschwindigkeit ist deutlich geringer, da wir den Golfstrom verlassen haben.
Gestern, kurz vor Sonnenuntergang, war bei uns eine Schmerzgrenze erreicht. Der Tag war so extrem heiss und es wehte kein Lueftchen. D.h., wir haben ein Bad im riesigen tiefen Ozean genommen. Vorher Motor runter gefahren, Badeleiter raus und dann ins tiefblaue Wasser zum Abkuehlen. Natuerlich nacheinander und nur ganz kurz (man weiss ja nie, Haie und so.
Heute, am spaeten Vormittag kommt ein leichter Wind aus SW auf. Ist nicht doll, aber reicht zum langsamen segeln / duempeln und der Benz bekommt 2 Stunden Pause. Tagesetmal: 119 sm
Position: 30Grad36,2N – 078Grad12,2W