Santiago de Cuba

Wir sind wieder auf Kuba. Genau ankern wir vor der „Nautica y Marina Santiago de Cuba. Was ist passiert?
Samstag Abend, 19 Uhr. Wir stampfen gegen Wind und Welle mit 3 Knoten Geschwindigkeit gen Osten. Und wir rechnen – ununterbrochen. Guantanamo erreichen wir mitten in der Nacht, daraus wird also nichts, die einzige verbleibende Ankerbucht an diesem Kuestenstreifen, „Baiquri“, wuerden wir am naechsten Vormittag anlaufen. Aber, wir vermuten, dort koennen wir nicht lange bleiben, was aber noetig ist. Denn es hat sich ein kraeftiger Nordwind angekuendigt. D.h.,bei unserem langsamen Tempo schaffen wir es nicht den oestlichsten Zipfel Kubas rechtzeitig zu erreichen, um vor diesem Nordwind „Punta de Maisi“ und die Passage mit den Stroemungen zu passieren. Also treffen wir die Entscheidung: Wenden um 180 Grad. 15 sm zurueck nach Santiago de Cuba, neue Visa kaufen und diverse Gebuehren bezahlen. Um 22 Uhr erreichen wir die Einfahrt zur Bahia de Santiago de Cuba. Wir fahren vorsichtig und hoch konzentriert durch die Betonnung. Voll krass, Fischer sind auf Autoreifen im Fahrwasser unterwegs, nur mit einer Stirnlampe ausgeruestet. Natuerlich wird unsere Anreise verfolgt und wir bekommen per Funk Instruktionen wo wir ankern duerfen.
Nach der Einklarierungsprozedur am naechsten Morgen (7 Uhr) starten wir mit der Faehre nach Santiago de Cuba (10 km). Das Landschaftsbild ist gepraegt von hohen Bergen und von vielen Industrieanlagen, die mit ihrem Schmutz Wasser und Luft sehr stark belasten. Santiago selbst ist interessant. Es gibt noch viel koloniale Architektur und auf der Terasse des wunderschoenen alten Hotel Casa Grande haben wir einen Logenplatz. In der lange Fussgaengerzone gleich um die Ecke gibt es nicht allzu viel zu kaufen, doch uns gefaellt es hier zu flanieren und die spaerlichen Auslagen und die erloschenen Neonreklamen aus den 1950er-Jahren zu betrachten.
Dann sind da noch Santiagos „Verkehrsadern“, nicht extrem voll, aber die alten Fahrzeuge, die dort unterwegs sind extrem laut und extrem schmutzig (Abgase). Am Abend brennen uns die Augen und wir wuenschten uns mehr Umweltbewusstsein. Aber positv: Plastiktueten gibt es nicht. In der Not landen die Broetchen schon mal im mitgebrachten leeren und vorher ausgespuelten Waschpulverplastikbeutel.

2 Kommentare zu “Santiago de Cuba

  1. Hey ihr beiden, gut, dass ihr jetzt erstmal wieder an Land seid. Auch wenn es immer noch Kuba ist und wieder Geld gekostet hat. Dann müsst ihr euch jetzt erstmal noch mit dem Süden der Insel beschäftigen, bis das Wetter wieder passt. Ich drücke euch die Daumen.
    Liebe Grüße
    Marita

  2. Oweih……Gut, dass ihr in Sicherheit seid, alles andere wird sich wieder ergeben. Auf jedenfall- einkaufen. Ist der Schaden unterm Wassertank behoben? Liebe Grüße, Peter und Vera

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