Cartagena de Indias

Wir fahren mit dem Bus 2 Tage nach Cartagena. Diese geschichtsträchtige Stadt im Norden Kolumbiens wurde 1533 von den Spaniern gegründet und liegt direkt am karibischen Meer. Die Altstadt im Kolonialstil ist romantisch und malerisch schön. Besonders die Holzballustraden an den Häusern prägenden die bunten Straßenzüge. Dann ist da die Festung San Felipe aus der spanischen Kolonialzeit mit ihren enorm dicken Mauern und den Kanonen. Da sind viele Kirchen, die breiten Stadtstrände und natürlich das Ankerfeld der Langfahrtsegler direkt vor dem mondänen Hochhaus-Ghetto in Boca Grande. Eine großartige Szenerie.Uns fällt auf, dass sowohl Santa Marta, als auch Cartagena sehr saubere Städte sind. Straßenreinigung findet regelmäßig statt ( wie erfreulich, insbesondere bei den hohen Temperaturen).

Auf unserem Weg von Santa Marta hierher haben wir aber auch viele Slums am Straßenrand gesehen. Abgerissenen Wellblechhütten auf nicht asphaltiertem vollgemülltem Gelände. D.h., bei Regen verwandelt sich alles in eine Dreck-Schlammwüste. Wie so oft, profitieren die Menschen in den Armenvierteln nicht vom wirtschaftlichen Fortschritt.

Die Hitze ist mörderisch, deshalb schaffen wir leider nicht unser geplantes Sightseeing – Programm. Oder liegt es am Alter. ..?

5 Kommentare zu “Cartagena de Indias

  1. Die Busfahrt hat aber nicht 2 Tage gedauert, oder? Kann ich mir auf jeden Fall nicht vorstellen, aber beim lesen wurde ich grade stutzig 😉

    • Meine Liebe,
      wir waren 4 Stunden unterwegs. Verspreche Besserung bezüglich der unpräzisen Ausdrucksweise.

  2. Moin nach Columbien,

    ich bin immer wieder begeistert, wie präzise der Skipper seine Berichte schreibt. Von Cartagena de Indias zu reden, wird selten geschrieben, denn in der alten Welt gibt es ja an der spanischen Mittelmeer Küste CARTAGENA gegründet auf den Stadtresten… von den Römern vor weit über 2.100 Jahren, übrigens seit dieser Zeit der größte und älteste Flottenstützpunkt der Welt, damals der Römer unter Julius Caesar und heute unter den Spaniern. Und dort stach das 1. U-Boot 1888 in See oder darunter.

    Ist der Namenszusatz de Indias, auf Columbus irrige Annahme er wäre in Indien oder auf die Ureinwohner basiert ? PREISFRAGE !

    Michael, wirklich gut machst Du das. Gruss vom Harvey

    • Moin Harvey,
      danke für die interessante Geschichtslektion. Das Cartagena hier wurde nach dem viel älteren Cartagena in Spanien benannt. Zur Unterscheidung hat man den Zusatz „de Indias“, also sinngemäß „der indischen Kolonien“ gewählt.

      Warum? Ist mir nicht ganz klar, denn 1533 sollte schon klar gewesen sein, daß Kolumbus 1492 nicht Indien entdeckt hatte und auch nicht auf seinen 3 folgenden Reisen. Das ist meine Preisfrage an den einschlägigen Historiker!

      Die These, daß der Zusatz nach den Ureinwohnern benannt wurde kann nicht stimmen, denn dann hätte es „de Indigenas“ heißen müssen – sagt der spanischlegastheniker Michael.

      Michael

      • Moin Heike,

        ok, so weit …. so unklar
        Indien klar, das kann es nicht sein -40 Jahre später hatte sogar Columbus….
        Aber wofür steht denn „de Indias“ blos ? für die Dame India Catalina die lange in Santa Marta als Dolmetscherin arbeitete und von den Spaniern schanghait wurde ??
        Sie war ja die 1. Sekretärin vom Pedro de Heredia ! Preisfrage ist ungeklärt:

        WAS BEDEUTET “ de Indias“ ? im Namenszusatz von Cartagena ?

        Grüße aus dem heißen DE im Norden! Harvey

        P.S.: Wenn ich dort wäre würde ich den Havnefogdt fragen.

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