Haiti

Unser Aufenthalt hier in Haiti ist ein großes Abenteuer. Wir liegen sehr ruhig in einer Bucht der vorgelagerten Insel „Ile a Vache“. Das Foto zeigt das Stranddorf „Caille Coq“. Es gibt im Dorf keine asphaltierten Strassen. Auf der ganzen Insel nicht. Wenn es regnet, verwandeln sich die Wege in Schlammwüsten. Erste Erfahrungen haben wir bereits gemacht. ☹️
Mein Besuch in Les Cayes vorgestern war ein Erlebnis. Les Cayes ist die drittgrösste Stadt Haitis auf der Hauptinsel. Ca. 12 km fährt uns (Pipi, mein Guide und ich) das Wassertaxi über das offene Meer. Nichts da Rettungsweste oder Sonnendach. Das kleine Boot ist rappelvoll. Unterwegs streikt die Benzinpumpe und wir dümpeln in der Hitze auf dem Meer. Irgendwie, nach ca. 20 Minuten, geht es dann zum Glück weiter. Nach knapp einer Stunde erreichen wir das Ziel. Es gibt keinen Steg, wo das Boot festmachen kann. Mmmm.. und nu? Alle müssen aus dem schaukelnden Kahn in 2 kleine Holzboote umsteigen. Ein wenig Beweglichkeit schadet da nicht. Dieses Holzboot wird dann mit langen Bambusstangen Richtung Ufer gedrückt. Aber es ist zu flach. Wir erreichen das Ufer nicht. Dafür stehen im Wasser Männer bereit, die uns alle auf dem Rücken, sozusagen Huckepack, an Land tragen und uns dort absetzen. Im Prinzip gleicht dieses Ufer einer Müllhalde und ich wate mit meiner Begleitung Richtung Strasse.
Für den Einkauf im Supermarkt benötigen wir ein Taxi, so erklärt mir Pipi. Was ich nicht ahne, das Taxi ist ein Scooter und wir fahren zu dritt darauf zum Supermarkt. Geht doch 👍
Nach 10 Minuten im Supermarkt fällt der Strom aus. Keine Fenster, die Licht hereinlassen könnten, nur die Eingangstür aus Glas. Das reicht nicht. In den Gängen ist es dunkel. Die Mitarbeiterin eilt mit einer Taschenlampe herbei, damit ich die Waren auswählen kann.
Ja, so stellt man sich evtl. Mitternachtsshopping vor. (Michael konnte mich leider nicht begleiten, da der Wind zu stark pustete, um FantaSea allein zu lassen).
Gestern haben wir die Hauptstadt der Insel „Ile a Vache“ besucht. „Madame Bernard“, so der Name, ist keine Hauptstadt, wie wir sie kennen, sondern ein Dorf. Durch eine einzigartige Landschaft, naturbelassen und grün, mit kleinen Dörfern fahren wir mit einem Scootertaxi dorthin. Wenn Markttag ist werden hier am Strand die Rinder, Schweine und Ziegen im Dreck geschlachtet und das Fleisch sofort verkauft. So kann man natürlich sehr elegant die nötige Kühlkette umgehen, die bei Frischfleischlagerung empfehlenswert ist 😉

Herzliche Grüsse von der FantaSea

2 Kommentare zu “Haiti

  1. Hallo, Heike und Michael—Euer Ausflug nach Porta- Price war hier im Nachherein noch
    gruselig, ich finde sehr leichtsinnig, seid ihr gut zurück gekommen???? Vera

  2. Hallo Heike –

    welch` ein Abenteuer ! ! ! Da ist ja Einkaufen ein Survival-Training ! ! ! Dann doch lieber von Luft und Liebe leben.

    Alles Gute – Sabine

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