Unterwegs nach Norden

32 sm von Grenada nach Carriacou. Zunächst motoren wir ein paar Meilen. Unter Landabdeckung haben wir zu wenig Wind. Die Hitze im Cockpit ist unerträglich. Dann wird es besser. Der Ostwind bläst mit 16 Knoten und nach 6 Stunden fällt der Anker in der Tyrell Bay.
Unser Plan ist, in ca. 3 Tagesetappen nach St. Lucia zu segeln.

SY Aditi hat, wie schon so oft, ähnliche Pläne und so verbringen wir den Abend gemeinsam in der Pizzeria „lazy turtle“ .

St. George

St. George, die Hauptstadt von Grenada, ein auf und ab an Strassen. Oben angekommen, wird man mit einem grandiosen Blick auf die Stadt, die Careenage, die Grand Anse Bay und die schwimmenden Resorts (Kreuzfahrer) belohnt.
Der Frischfischmarkt zieht uns immer wieder magisch an. Praktischerweise kostet jeder Fisch das gleiche. 7, 50 EC Dollar pro Pfund. Das sind 2, 10 Euro für 450g edelsten Fisch. Die Zubereitung wird nicht langweilig. Roh als Fischtartar oder mit Wasabi und Sojasosse, aber auch gerne klassisch gebraten oder gedüstet mit Senf-Kapern-Sosse. Oder mit Limetten in der Auflaufform oder ……
Die Gastronomiepreise sind leider versaut, dank AIDA und Co.
Nun zum Einzelhandel. Neben den gut sortierten klimatisierten Supermärkten gibt es eigentlich nur noch eine Sorte Geschäft. Nämlich die unzähligen völlig überladenen, ich nenn sie mal Warenhäuser. Das sind meistens kleine Läden. Manchmal düster, immer chaotisch, niemals klimatisiert. Aber man bekommt dort fast alles. Von der Matratze bis zu Unterwäsche. Reinigungsmittel, Kaltgetränke, Insektenspray, Schuhe, Werkzeuge, Pfannen, Teppiche, Koffer. …..Markenprodukte gehören nicht zum Angebot. Aluminiumtöpfe und Synthetik-Klamotten dominieren.
Letzte Woche habe ich in so einem Geschäft ein Handtuch gekauft. Die junge Verkäuferin war zum Glück sehr zierlich, denn sie musste sich zunächst auf den Knien einen Weg unter und zwischen dem Chaos bahnen um das von mir gewünschte dunkelblaue Handtuch in der entspechenden Grösse aus der Vitrine zu „fischen“. Nach der Aktion habe ich nicht gewagt, sie zu bitten mir noch mal das dunkelbraune Handtuch zu zeigen.
Es ist für uns einfach die ca. 8 km von der Ankerbucht hier her zu kommen. Die lokalen Kleinbusse fahren praktisch ständig hin und her und für 70 Eurocent bekommt man immer wieder das Gefühl ganz dicht bei den Locals zu sein. Wie bereits erwähnt sind die Busse auf ca. 12 Personen zugelassen. Transportiert werden in der Regel 20.

Grenadas Traumstrände

Wir ankern seit 2 Tagen in der Prickly Bay und erkunden Grenadas Traumstrände. Neben der 3 km langen Grand Anse Bay liegt die kleinere Morne Rouge Bay (Foto). Dann kommt noch der Magazin Beach. Alle haben eines gemeinsam: Ankern ist verboten, ebenso Jetski fahren. Es gibt ausschließlich Hotelanlagen, deren flache Bungalows sich in das üppige Grün der Natur einfügen und nahezu unsichtbar direkt hinter dem Strand liegen. Kreuzfahrern ist es erlaubt einen kleinen Abschnitt des Strandes mit ihren Sonnenliegen zu bevölkern. Aber bitte schön nicht direkt vor den Luxusresorts. Das mögen die Hotelgäste, die mal eben über 1500 US Dollar pro Nacht, pro Zimmer bezahlen gar nicht. Aber immerhin ist im Preis die Verpflegung und Getränke inclusive. Zusammen mit dem erlauchten Kreis der Gäste besagter Nobelherbergen tauchen wir in die karibische See.
Im Fotoalbum sind schöne Fotos von unserem Aufenthalt auf Tobago.

Beach Party

Es wird ja früh dunkel, deshalb startet die Beach Party mit live Musik von „Sabrina and the navigators“ bereits um 16.00 Uhr. Mit dem Dinghy ist uns kein Weg zu weit, um in der Hog Island Bay beim ‚ cruisers get together ‚ dabei zu sein. Jeden Sonntag trifft man sich hier zum beliebten Barbecue. Wir haben heute wieder Segler aus der ganzen Welt kennengelernt. Ausnahmslos Langfahrtsegler, wie wir. Charterschiffe trifft man weiter im Norden bei St. Lucia und Martinique.

Seit 3 Tagen liegen wir in der Marina „Le Phare bleu“ und geniessen die damit verbundenen Annehmlichkeiten , incl. Swimmingpool und Sonnenliegen.
Aber es ist auch Arbeit angesagt. Skipper hat den ganzen Schiffsrumpf geschrubbt und poliert um die hartnäckigen Salzrückstände zu beseitigen.

Wetter: 29 Grad, heiter bis bedeckt. Schauer
Gruß von der FantaSea

Spice Island

Spice Island heisst übersetzt Gewürzinsel. Und genau so wird Grenada stolz genannt. Muskat, Kakao, Gewürznelken, Ingwer, Zimt, Piment, Lorbeeren und Kurkuma werden von hier in die ganze Welt exportiert. Aber es gibt auch Mangowälder, Bananen und Avocados. Wir haben uns viel angesehen. Muskatnussernte und die Verarbeitung. Kakaoernte, die Fermentierung und Trocknung. Wir sehen fast ausschliesslich Handarbeit beziehungsweise Fussarbeit. Das Foto zeigt mich als Kakaowalker (o.k., ein wenig mehr Aktivität wäre wünschenswert 😉 Diese Tätigkeit, wird von Frauen durchgeführt, um die Kakaobohnen beim Trocknen zu wenden und zu Verschieben. Die Trockenanlage auf dem Foto ist ca. 260 Jahre alt und immer noch in Betrieb. Das System hat sich offensichtlich bewährt.
Ausserdem haben wir eine Wanderung (gehobener Anspruch !!) Durch den Regenwald unternommen zu 20 Meter hohen Wasserfällen. Zur Belohnung waren wir dort ganz allein und die Abkühlung war kälter als wir erwartet hatten – herrlich.

Von Samsung-Tablet gesendet

Grenada – Grand Anse

Präpariert mit Lichtschutzfaktor 50 besuchen wir mit Gabi Grenadas Hauptstadt St. George und die wunderschöne Grand Anse Bay, wo wir in glasklarem Wasser Abkühlung finden. St. George präsentiert sich laut und quirlig. Aus jeder Ecke dringen karibische Klänge. In Kleinbussen (zugelassen für 10 Personen) fahren wir zusammen mit vielen Einheimischen (in der Spitze 20 Personen) vom Ankerplatz in die Stadt und zurück.
Ab morgen geht es mit einem Leihwagen über die Insel.

Grenada

74 sm von Tobago nach Grenada. 12 Stunden waren wir unterwegs bei besten Segelbedingungen. Zwischendurch gab es ein gegenseitiges Fotoshooting mit der SY Libertad. Das Foto zeigt uns als wir auf gleicher Hoehe waren.
Wir nehmen so viele sche Erinnerungen aus Tobago mit, incl. „Ohrwuermer“ der vielen Karnevalshymnen.

Um 17.00 Uhr haben wir gestern die Prickley Bay auf Grenada erreicht. Wir hatten uns schon auf einen ruhigen Abend zu zweit an Bord eingestellt. Irrtum, wir sind wieder mitten drin – im Wanderzirkus.
17.45 Uhr kommt unser Nachbar Paul von der englischen Yacht „Talalua Ruby“, um uns zur Happy Hour in der Marinabar abzuholen. Dort trafen wir dann auch wieder unsere Freunde von der SY Aditi…

Soca und Wining

Karnevalsdienstag. Schlapp machen ist nicht. Die dröhnenden Soca Beats kündigen bereits die nächste Kostümparade, heute in Scarborough, an. Und wir wieder mitten drin.
Zu den heissen Rhythmen des Soca und Calypso kreisen die Unterleiber gegeneinander. Je nach Alkoholkonsum und Können kann das manchmal aussehen wie ein halber Geschlechtsakt. Wildfremde „winen“ miteinander (wie man sieht).
Im Karneval ist Wining erlaubt, ein Tanz, bei dem eine Frau einem Mann erlauben darf, sie an den Hüften zu halten, um mit seinen Hüften an ihrem „Bamsi“ (Hintern) zu winen. Natürlich ist es auch umgekehrt erlaubt, wie das Foto zeigt.
Winen macht Spaß, auch in langer Reihe, aber, es will gelernt sein. Auch ich (Heike) habe heute meine erste Erfahrung gemacht und dabei gemerkt, dass ich noch etwas steif bin in der Hüfte 😦

Jeckenalarm – karibisch

Es war ein anstrengender Rosenmontag. Warum? Die Straßenparade hatte 3, 5 Stunden Verspätung. Jedenfalls laut Plan. Belohnt wurden wir mit fantastischen Kostümen und einem authentischem Event (dort waren neben den vielen Einheimischen höchstens 10 Touristen). Den ganzen Tag Dauerbeschallung aus gigantischen Lautsprecheranlagen. Das Trommelfell wird dabei schon ziemlich strapaziert.
Zusammen mit Conny und Bernd von der Libertad haben wir uns den Wettbewerb um die beste Kostümierung angesehen.
Fazit: das Warten hat sich gelohnt.

Durch den Regenwald

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Mit Conny und Bernd von der „Libertad“ sind wir durch einen beeindruckenden Regenwald gewandert. Die Tour führte durch sattgrüne Vegetation, vorbei an Wasserfällen und riesigen Bäumen. Die Tiere haben sich versteckt, wir haben kaum welche gesehen.
Conny und Bernd haben wir erstmals auf den Kapverdischen Inseln kennen gelernt. Von dort sind sie nach Brasilien gesegelt und wir in die Karibik. Hier auf Tobago haben wir uns zufällig wieder getroffen.